Export EPANET

epanet
cePipe bietet die Möglichkeit, Druckrohrnetzmodelle als *.inp-Datei in das Softwarepaket EPANET zu übernehmen. Damit steht für Druckrohrnetzmodelle in cePipe der volle EPANET-Funktionsumfang zur Verfügung. Dies sind neben der Druckrohrnetzberechnung als Einzelperiode auch eine zeitliche Periodenanalyse und die Ausbreitung von Schadstoffen im Rohrsystem. EPANET kann auch zur Verifizierug der in cePipe berechneten Ergebnisse herangezogen werden. Dies wird vor allem bei fehlender Modellkalibrierung empfohlen.

EPANET berechnet, ebenso wie cePipe, das Druckrohrnetz mit dem Newton-Raphson Verfahren als Gradientenmethode. Dennoch können die Ergebnisse geringfügig voneinander abweichen. Gründe hierfür können folgende sein: unterschiedlich definierte Abbruchkriterien hinsichtlich berechneter Druckhöhe in Knoten oder unterschiedliche Pumpenkennlinien, die durch stetig differenzierbare Kurven angenähert wurden.

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WVA Zonen-Bilanz

Die Zonen-Bilanz bei Durchführung einer Druckrohrnetzberechnung gibt Auskunft über die Summe aller Zuflüsse und Entnahmen in/aus einer Zone. Dies gibt bei großen und räumlich stark verteilten Systemen einen guten Überblick über Zufluss aus Hochbehältern, Zufluss aus Brunnen, punktuellen Entnahmen und Metermengen-Entnahmen. Bei korrekter Berechnung muss diese 0 (null) unter Berücksichtigung der Rechengenauigkeit sein. Die Bilanz untergliedert sich in:

  • Zuflüsse ins System aus Behältern oder Reservoiren
  • Zuflüsse ins System aus Signalen
  • Entnahmen aus dem System durch Versorgungsflächen
  • Auskunft über einen maximalen Knoten-Bilanz Fehler
  • Auskunft über einen maximalen Knoten Höhenfehler

fig cePipe Zone

Abbildung oben: Die Zonen-Bilanz findet sich im Projektexplorer nach Durchführung der Druckrohrnetzberechnung als Unterelement zu den Lastfällen.

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Auswertung EpaSWMM Report

Nach Durchführung des Rechenmodells sind die begleitenden Infos der EpaSWMM Report-Datei von essentieller Bedeutung. Dies betrifft vor allem die Kennzahlen des Konvergenzverhaltens und der Kontinuitätsfehler des Oberflächen- bzw. Rohrabflusses zur Erkennung von groben Fehlern des Leitungskatasters, der dem hydraulischen Modell zugrunde liegt. Das können z. B. Haltungen mit sehr starkem (fehlerhaften) Gegengefälle oder "knifflige" Elemente, wie Pumpen, Wehre oder Blenden sein. 

Die EpaSWMM Report-Datei gibt Auskunft über letzten Modellkorrekturen, welche für eine erfolgreiche numerische Berechnung des Modells notwendig sind, aber mit dem Status einer Warnung auskommen. Weiters werden neben einer groben Analyseübersicht die Kontinuitätsfehler des Oberflächen- und des Netzwerkabfluss dargestellt.

Weitere Inhalte der EpaSWMM Report-Datei sind:

  • Übersicht über Einzugsgebiete als Bilanz des Niederschlags-Verdunstung-Versickerung-Abfluss
  • Übersicht über Haltungen: u.a. max. Abflusstiefe, max. Durchfluss, Verhältnis Durchfluss/Normalabfluss, Dauer der Überlastung
  • Übersicht über Knoten: u.a. max. Durchfluss, Ausfluss aus Knoten, Austrittsvolumen aus Knoten
  • Übersicht über Knoten mit Druckabfluss

Die Ergebnisse liegen in Tabellenform vor und können für Berichte genutzt werden.

fig EpaSWMMReport

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Der Kalibriermanager

Kalibriermanager
KalibriermanagerIconDer Kalibriermanager ermöglicht für die Kalibrierung die lastfallabhängigen Attribute für Teileinzugsgebiete des Oberflächenabflusses in Kalibrierkonfigurationen abzuspeichern und bei Bedarf wieder aufzurufen. Damit kann im Rahmen einer Kalibrierung der Status eingefroren werden und in weiterer Folge können Parameter wiederum verändert werden.

Die Speicherung der Attribute erfolgt aus bzw. in den aktuellen Lastfall. Damit können Attribute auch über Lastfälle hinaus ausgetauscht werden. Der Kalibriermanager kann für die stationäre und die instationäre Modellierung eingesetzt werden. Der Kalibriermanager bietet auch die Möglichkeit, eigene Kalibrierkonfigurationen zu erstellen.

>> Mehr zum Thema "Kalibrierung" lesen Sie hier.

 

Abbildung links, der Kalibriermanager: In den Kalibrierkonfigurationen werden die lastfallabhängigen Attribute der Teileinzugsgebietsflächen lastfallunabhängig
gespeichert. Der gelbe Hintergrund veranschaulicht die Konfiguration, welche als Grundlage für die Modellierung herangezogen wird.

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Ereignismanager für instationäre Modellierung

Der Ereignismanager ist eine neue Funktion im Modul ceWave und ab Version 2022.07.18 verfügbar.

Der Ereignismanager im Modul ceWave ermöglicht es dem Anwender, für die instationäre Modellierung aus der Gesamtdauer einer Niederschlags-Zeitreihe einzelne Abschnitte als Einzelereignisse zu extrahieren.
Dies ist vor allem dann interessant, wenn sich die Regenzeitreihe über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten erstreckt. Hier werden bei Betrachtung der hydraulischen Überlastung des Kanalsystems jeweils nur die Starkregenereignisse von Interesse sein. Auch bei der Kalibrierung aufbauend auf einem Starkregenereignis werden in der Regel nur wenige Stunden zu berechnen sein.

Grafik unten: Im Fenster des Ereignismanagers definiert der Anwender exakt den Betrachtungszeitraum eines Regenereignisses.

 fig Ereignismanager Dialog

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