cePipe Version 2.0

cePipe 2 0 NL
cePipe in der Version 1.5 ist seit vielen Jahren erfolgreich in Ingenierbüros im Einsatz. Unzählige Neuerungen und Erweiterungen wurden seither in den verschiedenen Build-Versionen entwickelt und ergänzt. Nun haben wir nun die Version 2.0 veröffenticht, weil wir einige signifikanten Erweiterungen zum Programm entwickelt haben.

Hauptmerkmale der neuen Major-Release 2.0 sind zum Beispiel die umfassenden Erweiterungen im Bereich Kalbrierung und Berichtswesen oder die Kopplung mit einem 2D-Abflussmodell mit variablen Kopplungszeitschritten sowie die Möglichkeit zur Verspeicherung von Zeitreihen in der cePipe-Datenbank.

Auch im Rahmen der zukünftigen Weiterentwicklung wird von unserer Seite der Fokus jeweils auf das Build-Datum gelegt und nicht auf Major oder Minor Releases.

Details finden Sie in der aktuellen Versionsinformation (Login erforderlich).

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Instationäre Rohrnetzmodellierung Kalibrierung

Verlässliche Ergebnisse hinsichtlich Durchflüsse, Abflüsse unter Druck und Austritte aus dem Kanalsystem können nur mittels kalibriertem System erzielt werden.

Sie können in ceWave ab Version 2.0 nun sowohl für Knoten als auch für Kanten Zeitreihen zur Kalibrierung importieren. Dabei importieren Sie getrennte Zeitreihen für alle Attribute wie zum Beispiel Durchfluss, Abflusstiefe oder Fließgeschwindigkeit. Ein umfangreicher Assistent zum Import von Zeitreihen aus Textdateien ermöglicht Ihnen eine vielseitige Anpassung im Hinblick auf den Dateiinhalt.

Diese Zeitreihen zur Kalibrierung können Sie mit den berechneten Modellergebnissen komfortabel gegenübergestellen und für das Berichtswesen exportieren.

fig DarstellungKalibrierdatenZeitreihe

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Abwasserpumpwerke

Ein neues Feature der Software ceWave berücksichtigt nun auch Druckrohrleitungen in Abwassernetzen. Damit können Sie als Anwender auch im Nebenschluss konzipierte Speicherbecken in die Modellierung mit einbeziehen. 

Ein Regenspeicherbecken gibt den Regenwasserinhalt nach Ende des Regenereignisses langsam wieder über eine Pumpe an die Misch- oder Regenwasserkanalisation ab. Um dies bei der Modellierung entsprechend abzubilden, haben wir eine Erweiterung entwickelt, dies ist in der Software folgendermaßen abgebildet:

Druckrohrleitungen in Abwassernetzen werden in einem eigenständigem Netzmodell mit Typ Druckrohrnetz abgebildet. Die Erstellung eines Druckrohrnetzes im Rahmen eines ISYBAU Leitungskatasterimportes erfolgt automatisiert.

Die Verbindung zwischen dem Freispiegelkanalnetz und dem Druckrohrnetz wird über eine Abwasserpumpe, welche über einen Anfangsknoten und einen Endknoten verfügt, hergestellt. Exakt ausgedrückt, stellt das cePipe-Objekt "Abwasserpumpe" ein gesamtes (auch komplexes) Druckrohrnetz dar, welches auch ein Pumpe beinhaltet.

Die Abwasserpumpe entnimmt im Regelfall aus einem Speicher ohne Ausfluss das Wasser, fördert dies mittels einer Pumpe über ein Druckrohrnetz in ein weiterführendes Freispiegelnetz. Die Abwasserpumpe legt fest, aus welchem Knoten und in welchen Knotem Wasser aus dem Freispiegelnetz in das Druckrohrnetz eingeleitet wird. Abschließend wird definiert, aus welchem Knoten des Druckrohrnetzes in welchen Knoten des Freispiegelnetzes das Wasser rückgeführt wird. Das Druckrohrnetz kann wie das Freispiegelnetz komplex aufgebaut sein, d.h. es muss sich hier nicht um ein einzelnen Pumpenobjekt handeln, sondern es können mehrere Kante darin enthalten sein.

fig SpeicherNebenschluss

 Bild oben: Mit dem neuen Feature "Abwasserpumpwerke" können Sie als Anwender auch im Nebenschluss konzipierte Speicherbecken in die Modellierung mit einbeziehen. 

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Hydraulische Überlastung Freispiegelkanal - instationär

ceWave bietet die Möglichkeit, im Modell ermittelte überlastete Schächte und Haltungen tabellarisch und auch grafisch zu erkennen und sowohl unmittelbar in ceWave als auch in GIS oder CAD Systemen kartografisch oder planlich darzustellen.

Im Rahmen der instationären Kanalnetzmodellierung wird das Abflussgeschehen abweichend vom Normalabfluss betrachtet. D.h. der Durchfluss durch eine Haltung kann größer als der Normalabfluss bei Vollfüllung sein. ceWave stellt die Auslastung bzw. die Überlastung der Haltungen grafisch und tabellarisch dar. Die grafische Darstellung ermöglicht eine sofortige Interpretation der Berechnungsergebnisse in Form von Druckabfluss mit und ohne Wasseraustritt.

Knoten, welche Druckabfluss aufweisen, werden in der Benutzerschnittstelle und im Grundrissexport gelb gekennzeichnet. Steigt der Wasserstand weiter an und kommt es über einen Knoten zu einem Ausfluss aus dem System, wird der jeweilige Knoten orange oder rot gekennzeichnet. Orange steht für kleine Austrittsvolumina kleiner als 1 m3. Weiters wird der Maximalausfluss in l/s und die Ausflussfracht in m3 angeführt.

fig ceWave Result UI

Die Auslastung von Kanten gegenüber dem Normalabfluss bei Vollfüllung wird in ceWave tabellarisch dargestellt. Die Tabelle kann nach diesem Attribut sortiert und überlastete Haltungen markiert dargestellt werden. Für die Knotentabelle kann ebenfalls die Überlastung quantifiziert werden. Parameter hierfür ist der Knotenausfluss in m3 bzw. die Überstauhöhe.

fig ceWave Overload Table

Die mittels ceWave ermittelten überlasteten Schächte und Haltungen können durch ein GIS als Shape-Files importiert werden und je nach Anforderung zur kartografischen Darstellung herangezogen werden. In der unten stehenden Abbildung (linke Seite, GI System QGIS) repräsentiert der Knotendurchmesser die über einen Schacht austretenden Volumina. Die Kantenfarbe wiederum zeigt den Auslastungsgrad von Haltungen (rechte Seite cePipe).

 fig ceWave Overload Map

Weitere Informationen finden Sie im Benutzerhandbuch im Abschnitt Instationäre Rohrnetzmodellierung/Ergebnisse/Überlastung.

Informationen zur Rohrnetzüberlastung nach stationären Berechnungsverfahren finden Sie hier.

 

 

 

 

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Hydraulische Überlastung Freispiegelkanal - stationär

In Anlehnung an das ÖWAV Regelblatt 11 bzw. DWA-A 110 prüft cePipe die hydraulische Leistungsfähigkeit der Kanalhaltungen im Rahmen der stationären Kanalnetzberechnung. Bei einer Überschreitung der hydraulischen Leistungsfähigkeit stellt cePipe die betroffene Kante orange oder rot dar. Bei Nicht-Überschreitung wird die Kante grün eingefärbt. Die orange Darstellungsfarbe repräsentiert den Zustand, dass die jeweilige Haltung zwar im Sinne des ÖWAV RB 11 überlastet ist, der Abfluss Qberechnet jedoch den Vollfüllungsabfluss QVollfüllungsabfluss nicht überschreitet. Eine rote Darstellungsfarbe entspricht einer
Überschreitung der hydraulischen Leistungsfähigkeit bei Vollfüllung. Die Höhe der Farbdarstellung entspricht der Füllhöhe. Ist der Kanal im Sinne einer roten Farbdarstellung überlastet, ist die Füllhöhe gleichgesetzt mit dem Rohrinnendurchmesser

In der Grundrissdarstellung werden die im Rahmen der stationären Kanalnetzmodellierung aufgetretenen Überlastungszustände ebenfalls  farblich dargestellt. Die verwendeten Farbcodes entsprechen jenen der Längenschnittdarstellung.

fig OverloadStat MapView

 

Weitere Informationen finden Sie im Benutzerhandbuch im Abschnitt Stationäre Rohrnetzmodellierung Freispiegelkanal/Überlastung.

Informationen zur Rohrnetzüberlastung nach instationären Berechnungsverfahren finden Sie hier.

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